Donnerstag, 7. Februar 2013

Das Ende vom Anfang - Tag 0
Merkwürdig. Tolles Wort. Merkwürdig, plötzlich gehts los. Nach Wochen und Monaten der Vorbereitung geht mein Work and Travel durch England morgen los. Vor mir liegen drei Listen voll gestopft mit Dingen die immer noch zu erledigen sind und einzupacken sind. Merkwürdig. Man plant Dinge über Monate hinweg und doch bleibt so vieles für den letzten Moment übrig. Einkaufen, Friseur, Zimmer saugen, PC wegpacken und vieles mehr, aber alles scheint machbar. Viele Fragen tun sich auf an meinem letzten Tag zuhause: Bin ich gut vorbereitet?, hab ich alles eingepackt?, werde ich über die Runden kommen oder wird mir das Geld ausgehen?. Beinahe zwanghaft versuche ich mich auf die Euphorie der letzten Tage zu fixieren. Das ganze Vorhaben bringt doch so viel mehr Gutes mit sich! Raus aus dem Haus mit Garten, der Kleinstadt, aus dem kleinbürgerlichen Leben und ab hinein in die große weite Welt (wenn das mal nicht pathetisch klingt). Abenteuer erleben, Menschen kennenlernen und Freiheit genießen. Das eigentliche Ziel meiner Reise ist ein sehr spirituelles, ich hoffe es klingt nicht aufgesetzt, aber ich betreibe Selbstfindung. Zwanzig Jahre bin ich jetzt alt, dreizehn davon bin ich zur Schule gegangen. Das Ergebnis: Ich habe buchstäblich keine langfristigen Pläne für mein Leben. Den Names des Blogs habe ich aus diesem Grund auch von einem meiner liebsten Werke, meiner liebsten literarischen Epoche abgeleitet.
Das wesentliche aus dem Buch "Aus dem Leben eines Taugenichts":
Ein Müller schickt seinen Sohn, den er einen Taugenichts schimpft, weil der ihn die ganze Arbeit allein machen lässt, hinaus in die weite Welt. Froh nimmt der Sohn seine Geige und verlässt sein Dorf, ohne ein klares Ziel vor Augen zu haben.
Vielleicht ergeht es mir wie dem Taugenichts und ich finde mein Glück.

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