Paris, die Stadt der Franzosen - Tag 2
Also, wenn um 8:30 meine Mitfahrgelegenheit nach Paris fährt, muss ich um 6:30 aufstehen. Halbe Stunde zum Duschen und Anziehen, halbe Stunde fürs Frühstück, halbe Stunde zum zusammenpacken und Auschecken und halbe Stunde um zum Treffpunkt, zur Ecke Kempenerstraße und Viersenerstraße, zu kommen.
Schritt 1: Duschen
Das Hostel in Köln hat eine super Dusche in einem extra Zimmer pro 4-Bett-Zimmer. Die Dusche ist riesig, hat keinen Duschvorhang, sondern besteht nur aus drei Wänden und einer halben Vierten, so dass das Wasser nicht herausspritzt. Der Duschraum hat sogar ein eigenes Waschbecken, perfekt zum Zähneputzen.
Schritt 2: Früstück
Das Frühstücksbuffet ist sehr groß und hat eine super Auswahl an Cornflakes, Jogurth und Brot. Beim Frühstück treffen ich meine Zimmergenossen Roudrigo und seinen Cousin André während der dritte im Bunde im Bett liegt und schnarcht. Die beiden sind sehr nett, kommen ursprünglich aus Brasilien und machen ein Praktikum bei einem Autohersteller in Heilbronn. Da ich mir nich sicher bin wie lange ich auf meinem Weg durch die Stadt brauche, verkürze ich die Frühstückszeit um 15 Minuten, verabschiede mich von den beiden nach einem spannenden Gespräch über Brasilien und mache mich ans Packen.
Schritt 3: Packen und Auschecken
Nichts interessantes geschieht.
Schritt 4: Weg zum Treffpunkt
Nachdem ich mich einigermaßen mit dem Kölner Straßenbahnsystem angefreundet habe, bleibt immer noch das Verständnis des Preissystems aus. Ein Kurzstreckenticket genügt für dreimal umsteigen bestimmt nicht und bei einem Einzelfahrtticket bin ich mir da auch nicht ganz sicher. Also Tagesticket und Schluss. Während ich auf die Straßenbahn warte unterhalte ich mich mit einer alten Russin, auf dem Weg ihre Kinder zu besuchen. Sie hält nicht viel von Karneval, doch ihre Tochter in Nürnberg sei ein großer Karneval Fan. Wir unterhalten uns noch ein wenig über die Straßenbahn, doch auch sie scheint das Ganze nicht recht zu verstehen. An der Florastraße steige ich aus und mache mich zu Fuß auf zum Treffpunkt.
Ich komme pünktlich um 8:30 an und bin erstmal erleichtert, dass ich das Frühstück verkürzt habe und das Packen sehr schnell ging, denn in der geplanten halben Stunde hätte ich es wohl nicht geschafft. Direkt als ich ankomme läuft vor mir ein junger, leicht fülliger Mann von etwa Anfang 30 über die Straße und fragt mich ob ich Jonas sei. Ich muss zugeben, so hatte ich mir Benedikt nicht vorgestellt. Benedikt ist ein echter Münchner der vor Sechs Jahren zum Studieren nach Nürnberg gezogen ist und seitdem hier lebt. In Paris wird er sich mit einem Münchner Freund treffen um "sich mal was zu gönnen". Die beiden haben einen Tagesausflug ins Disneyland geplant. Benedikt hat Maschienenbau mit Schwerpunkt Gefahrensicherheit studiert und arbeitet in einem unabhängigen Ingenieursbüro mit vielen Aufträgen aus der Automobilbranche (derzeit Verschrotten sie Maschinen für Ford). Wir unterhalten uns lange über Traumberufe, Studiengänge und Erwartungen nach dem Studium. Er ist davon überzeugt, man müsse sich entscheiden ob man seinen Träumen hinterherjagt, oder versucht viel Geld zu machen um dann die Freizeit besser genießen zu können. Allerdings gebe es auch Mittelwege.
Benedikt hat noch eine andere Mitfahrerin dabei, eine Kölnerin mittleren Alters mit starkem Französischem Akzent. Leider habe ich ihren Namen vergessen (irgendwas mit M). Sie ist auf dem Weg nach Paris um ihre kranke Mutter im Krankenhaus zu besuchen. Unterwegs frage ich sie ein wenig aus über die Metro (Pariser U-Bahn), die Sehenswürdigkeiten (besonders welche davon gratis sind ;)) und die natürlich die Pariser.
Benedikt setzt mich am gare de l'est ab und wir verabschieden uns.
Benedikts letzte Worte: Mach was dir Spaß macht.
Die Metro ist sehr viel einfacher zu verstehen, als das Kölner Straßenbahnnetz. Schwerer ist es mit meinem bruchstückhaften "mangelhaften" Schulfranzzösisch den Falschkartenverkäufer abzuwimmeln. Mit diesem aufdringlichen Kerl fing es an und hat bis jetzt nicht aufgehört: VERDAMMT NOCHMAL NIEMAND SPRICHT ENGLISCH. Wenigstens die Frau an der Rezeption des Hostels kann Englisch (vielleicht ja sogar Deutsch, ich habs nicht ausprobiert^^) und so komme ich schnell auf mein unisex 9-Bett-Zimmer. Nachdem ich den großen Rucksack im Hostel abgelegt habe, mache ich mich auf Paris zu entdecken. Den kleinen Rucksack behalte ich trotz dem jetzt freien Rücken vorne. Ich habe wohl zu viele Reportagen über Taschendiebe gesehen und meine Paranoia ist in diesem Zusammenhang auch nicht sehr hilfreich. Was solls, Vorsicht ist besser als Nachsicht und ich möchte wirklich, wirklich nicht in der Stadt der Franzosen stehen ohne Ausweis, Geld und Netbook. Mit der Metro gehts in die Innenstadt, erstmal zum Louvre. Hineingehen kostet aber den Ganzen Komplex von außen zu sehen hat auch etwas. Danach schlendere ich ein wenig durch die Pariser Gassen und beobachte das Nightlife. Das Gefühl das dabei aufkam war einfach grandios. Es war vollkommen egal welchen Weg ich nahm, vollkommen egal wie lange ich mir Zeit ließ und es gab immer Neues zu sehen. Echte Freiheit. Ich konnte tun was ich wollte und niemand würde auch nur den geringsten Kommentar dazu abgeben. Vielleicht hatte es auch einen Vorteil, dass ich keinen der Franzosen wirlich verstehen konnte, die Einsamkeit war eine atemberaubende Erfahrung. Auf dem Rückweg mit der Metro waren da zwei Engländerinnen (dem Akzent nach irgendwo aus dem Norden). Das Gespräch war unendlich langweilig, aber ich habe es genossen jemandem zuzuhören den ich verstand. Während der Nacht im Hostel wurde mir klar wie schlecht das Hostel im Vergleich zum Kölner bei mir abschneidet. Ich hatte das Bett direkt neben der Tür, um diese zu richtig zu schließen war es nötig sie mit voller Kraft zuzuschlagen. In einem 9-Bett-Zimmer ist das echte Folter, denn ich glaub der letzte kam gegen 3 Uhr zum Schlafen zurück, während die ersten um 6 Uhr aufstanden. Nach ein paar Minuten in der äußerst sanierungsbedürftigen Dusche wurde ich beim Frühstück nocheinmal enttäuscht. Eine klebrige Sorte Cornflakes, geschnittenes hartes Baguette und ein paar labbrige Marmeladen waren leider schon die ganze Auswahl. Nach dem Frühstück habe ich mich mit meinem Netbook auf die suche nach einem Caffee mit W-Lan gemacht und wurde schnell fündig. Im "Le Tramway" trinke ich gerade einen merkwürdig verbrannt schmeckenden Caffee Creme und suche mir einen Zug in den Norden. Ich freu mich sehr darauf endlich nach England zu kommen, wo ich mich verständigen kann, doch vorher werde ich erstmal meinen ganzen Tag in Paris genießen. Ich denke auf den Eiffelturm werde noch hinaufsteigen und mir dann, gegen Abend, Montmartre ansehen.
Ach falls jemand das französische Wort für "suchen" kennt, wäre ich demjenigen sehr verbunden (das ist doch ein wichtiges^^)
Aus dem Leben eines Taugenichts
Sonntag, 10. Februar 2013
Freitag, 8. Februar 2013
Kölle Alaaf - Tag 1
So mancher Tag ist Stück für Stück betrachtet einfach scheiße, doch wenn man sich dann das große Ganze einmal ansieht, kommt doch etwas ganz ansehliches dabei heraus. Nachdem ich gestern mit Freunden meinen Abschied gefeiert habe, bin ich heute Morgen dementsprechend aufgewacht. Leicht verkatert und mindestens ebenso verplant habe ich mich direkt darauf gestürzt die übrig gebliebenen To-Do-Listen abzuarbeiten. Und schon klingelt Mirko an der Tür um mich zu meinem Startpunkt zu bringen. In der Eile noch kurz ein paar Sandwiches (deren Überreste ich jetzt gerade esse) gemacht und auf. Alles ins Auto gepackt, alle Listen überprüft und los! Fünf Minuten später fällt mir auf, dass ich (zum Glück) ein für das Tramping unerlässliches Utensil vergessen hatte, nämlich die Winterjacke. Zum Glück da ich mir auf dem Rückweg hübscher Schwall von nicht verarbeitetem Mageninhalt entfleucht. Kurz gesagt: nach Hause gehetzt, Auto geputzt, Jacke geholt und wieder losgefahren. Vielleicht werde ich ja eines Tages meinen Enkeln erzählen: "Ach Kinder ich erinnere mich noch ganz genau an den Tag, als alles begann, damals an der Autobahnraststätte Steigerwald Nord". Sicher ist auf jeden Fall, dass ich den Ort nie vergessen werde. Ich stand in der Kälte, nachdem Mirko weitergefahren war und wartete. Gleichzeitig einer der trostlosesten als auch der spannensten Momente meines Lebens. Die Autofahrer würde ich in zwei Kategorien aufteilen. Da waren erstmal jene die einfach weitergefahren sind, Blickkontakt vermieden haben und mich höchstwahrscheinlich einfach überfahren hätten, wäre ich auf der Straße gestanden. Und dann gab es noch andere, die sich mit einem Blick oder einer Geste bei mir entschuldigten, weil sich gleich abbiegen würden, oder das Auto einfach voll war. Ich wusste, wenn ich nur lange genug warte, käme einer der zweiten Kategorie, dessen Auto nicht voll war. Nach insgesamt etwa zwei Stunden hielt dann Marco neben mir, um mich in einem Schwung gleich mit nach Köln zu nehmen. Marco ist 26, Offizier der Bundeswehr und echt ein netter Typ, wenngleich er von Zeit zu Zeit ein wenig Radikale Ansichten vertritt, wie etwa man solle das "Linke Pack" einfach verbieten und Schluss. Studiert hat Marco, wenn ich mich richtig erinnere, Politik und Staatswissenschaften mit Schwerpunkt auf Geschichte und das merkt man ihm auch an. In seiner Freizeit läuft er, unter anderem hat er vor den Original Marathon nach Athen in einer realistischen Nachbildung der Rüstung eines Athener Soldaten in der Schlacht um Marathon nachzulaufen, oder ist einmal in 5 Tagen 250 km gelaufen ohne sich der Zivilisation zu nähern. Kranker Typ. Wir haben lange über Politik und Gesellschaft diskutiert, so verging die Fahrzeit doch recht schnell und wir wurden in Köln mit einem trügerischen Sonnenschein begrüßt. Marco setzte mich dort ab wo er Karneval mit einem Freund verbringen würde und ich lief die übrigen 10 km zur Jugendherberge - mit maximalem Marschgepäck ;).
Marcos letzter Ratschlag: In England fährt man links!
Aber man begegnet sich immer zweimal im Leben.
Der trügerische Sonnenschein zeigte jetzt sein wahres Gesicht. Babyfaust dicke Scheeflocken kamen mir entgegen und erschwerten den Laufweg zusätzlich. Schon nach ein paar Straßenecken traf ich dann Marco - das zweite mal im Leben :). Das Wiedersehen dauerte lediglich eine Rotphase und dann wars auch schon wieder vorbei. Nachdem ich mich durch unmengen an Schnee, verkleideten Passanten und merkwürdige Ampelschaltungen gequält hatte sackte ich benahe zusammen als ich endlich vor der Jugendherberge stand. Ein Bett im Vierbettzimmer war noch frei (glücklicherweise, immerhin ist Karneval) und ich konnte ENDLICH den Rucksack abnehmen. Nach einer halben Stunde kam Roudrigo dazu. Merkwürdiger Kerl.
Er ist etwa in meinem Alter, sagt er kommt aus Stuttgart, spricht kaum Deutsch und liegt auf dem Bett und starrt mich im Moment einfach nur an. Was solls, ich bin jetzt wirklich müde, morgen gehts ab nach Paris und ich geh jetzt schlafen.
Gute Nacht Roudrigo ;)
So mancher Tag ist Stück für Stück betrachtet einfach scheiße, doch wenn man sich dann das große Ganze einmal ansieht, kommt doch etwas ganz ansehliches dabei heraus. Nachdem ich gestern mit Freunden meinen Abschied gefeiert habe, bin ich heute Morgen dementsprechend aufgewacht. Leicht verkatert und mindestens ebenso verplant habe ich mich direkt darauf gestürzt die übrig gebliebenen To-Do-Listen abzuarbeiten. Und schon klingelt Mirko an der Tür um mich zu meinem Startpunkt zu bringen. In der Eile noch kurz ein paar Sandwiches (deren Überreste ich jetzt gerade esse) gemacht und auf. Alles ins Auto gepackt, alle Listen überprüft und los! Fünf Minuten später fällt mir auf, dass ich (zum Glück) ein für das Tramping unerlässliches Utensil vergessen hatte, nämlich die Winterjacke. Zum Glück da ich mir auf dem Rückweg hübscher Schwall von nicht verarbeitetem Mageninhalt entfleucht. Kurz gesagt: nach Hause gehetzt, Auto geputzt, Jacke geholt und wieder losgefahren. Vielleicht werde ich ja eines Tages meinen Enkeln erzählen: "Ach Kinder ich erinnere mich noch ganz genau an den Tag, als alles begann, damals an der Autobahnraststätte Steigerwald Nord". Sicher ist auf jeden Fall, dass ich den Ort nie vergessen werde. Ich stand in der Kälte, nachdem Mirko weitergefahren war und wartete. Gleichzeitig einer der trostlosesten als auch der spannensten Momente meines Lebens. Die Autofahrer würde ich in zwei Kategorien aufteilen. Da waren erstmal jene die einfach weitergefahren sind, Blickkontakt vermieden haben und mich höchstwahrscheinlich einfach überfahren hätten, wäre ich auf der Straße gestanden. Und dann gab es noch andere, die sich mit einem Blick oder einer Geste bei mir entschuldigten, weil sich gleich abbiegen würden, oder das Auto einfach voll war. Ich wusste, wenn ich nur lange genug warte, käme einer der zweiten Kategorie, dessen Auto nicht voll war. Nach insgesamt etwa zwei Stunden hielt dann Marco neben mir, um mich in einem Schwung gleich mit nach Köln zu nehmen. Marco ist 26, Offizier der Bundeswehr und echt ein netter Typ, wenngleich er von Zeit zu Zeit ein wenig Radikale Ansichten vertritt, wie etwa man solle das "Linke Pack" einfach verbieten und Schluss. Studiert hat Marco, wenn ich mich richtig erinnere, Politik und Staatswissenschaften mit Schwerpunkt auf Geschichte und das merkt man ihm auch an. In seiner Freizeit läuft er, unter anderem hat er vor den Original Marathon nach Athen in einer realistischen Nachbildung der Rüstung eines Athener Soldaten in der Schlacht um Marathon nachzulaufen, oder ist einmal in 5 Tagen 250 km gelaufen ohne sich der Zivilisation zu nähern. Kranker Typ. Wir haben lange über Politik und Gesellschaft diskutiert, so verging die Fahrzeit doch recht schnell und wir wurden in Köln mit einem trügerischen Sonnenschein begrüßt. Marco setzte mich dort ab wo er Karneval mit einem Freund verbringen würde und ich lief die übrigen 10 km zur Jugendherberge - mit maximalem Marschgepäck ;).
Marcos letzter Ratschlag: In England fährt man links!
Aber man begegnet sich immer zweimal im Leben.
Der trügerische Sonnenschein zeigte jetzt sein wahres Gesicht. Babyfaust dicke Scheeflocken kamen mir entgegen und erschwerten den Laufweg zusätzlich. Schon nach ein paar Straßenecken traf ich dann Marco - das zweite mal im Leben :). Das Wiedersehen dauerte lediglich eine Rotphase und dann wars auch schon wieder vorbei. Nachdem ich mich durch unmengen an Schnee, verkleideten Passanten und merkwürdige Ampelschaltungen gequält hatte sackte ich benahe zusammen als ich endlich vor der Jugendherberge stand. Ein Bett im Vierbettzimmer war noch frei (glücklicherweise, immerhin ist Karneval) und ich konnte ENDLICH den Rucksack abnehmen. Nach einer halben Stunde kam Roudrigo dazu. Merkwürdiger Kerl.
Er ist etwa in meinem Alter, sagt er kommt aus Stuttgart, spricht kaum Deutsch und liegt auf dem Bett und starrt mich im Moment einfach nur an. Was solls, ich bin jetzt wirklich müde, morgen gehts ab nach Paris und ich geh jetzt schlafen.
Gute Nacht Roudrigo ;)
Donnerstag, 7. Februar 2013
Das Ende vom Anfang - Tag 0
Merkwürdig. Tolles Wort. Merkwürdig, plötzlich gehts los. Nach Wochen und Monaten der Vorbereitung geht mein Work and Travel durch England morgen los. Vor mir liegen drei Listen voll gestopft mit Dingen die immer noch zu erledigen sind und einzupacken sind. Merkwürdig. Man plant Dinge über Monate hinweg und doch bleibt so vieles für den letzten Moment übrig. Einkaufen, Friseur, Zimmer saugen, PC wegpacken und vieles mehr, aber alles scheint machbar. Viele Fragen tun sich auf an meinem letzten Tag zuhause: Bin ich gut vorbereitet?, hab ich alles eingepackt?, werde ich über die Runden kommen oder wird mir das Geld ausgehen?. Beinahe zwanghaft versuche ich mich auf die Euphorie der letzten Tage zu fixieren. Das ganze Vorhaben bringt doch so viel mehr Gutes mit sich! Raus aus dem Haus mit Garten, der Kleinstadt, aus dem kleinbürgerlichen Leben und ab hinein in die große weite Welt (wenn das mal nicht pathetisch klingt). Abenteuer erleben, Menschen kennenlernen und Freiheit genießen. Das eigentliche Ziel meiner Reise ist ein sehr spirituelles, ich hoffe es klingt nicht aufgesetzt, aber ich betreibe Selbstfindung. Zwanzig Jahre bin ich jetzt alt, dreizehn davon bin ich zur Schule gegangen. Das Ergebnis: Ich habe buchstäblich keine langfristigen Pläne für mein Leben. Den Names des Blogs habe ich aus diesem Grund auch von einem meiner liebsten Werke, meiner liebsten literarischen Epoche abgeleitet.
Das wesentliche aus dem Buch "Aus dem Leben eines Taugenichts":
Ein Müller schickt seinen Sohn, den er einen Taugenichts schimpft, weil der ihn die ganze Arbeit allein machen lässt, hinaus in die weite Welt. Froh nimmt der Sohn seine Geige und verlässt sein Dorf, ohne ein klares Ziel vor Augen zu haben.
Vielleicht ergeht es mir wie dem Taugenichts und ich finde mein Glück.
Merkwürdig. Tolles Wort. Merkwürdig, plötzlich gehts los. Nach Wochen und Monaten der Vorbereitung geht mein Work and Travel durch England morgen los. Vor mir liegen drei Listen voll gestopft mit Dingen die immer noch zu erledigen sind und einzupacken sind. Merkwürdig. Man plant Dinge über Monate hinweg und doch bleibt so vieles für den letzten Moment übrig. Einkaufen, Friseur, Zimmer saugen, PC wegpacken und vieles mehr, aber alles scheint machbar. Viele Fragen tun sich auf an meinem letzten Tag zuhause: Bin ich gut vorbereitet?, hab ich alles eingepackt?, werde ich über die Runden kommen oder wird mir das Geld ausgehen?. Beinahe zwanghaft versuche ich mich auf die Euphorie der letzten Tage zu fixieren. Das ganze Vorhaben bringt doch so viel mehr Gutes mit sich! Raus aus dem Haus mit Garten, der Kleinstadt, aus dem kleinbürgerlichen Leben und ab hinein in die große weite Welt (wenn das mal nicht pathetisch klingt). Abenteuer erleben, Menschen kennenlernen und Freiheit genießen. Das eigentliche Ziel meiner Reise ist ein sehr spirituelles, ich hoffe es klingt nicht aufgesetzt, aber ich betreibe Selbstfindung. Zwanzig Jahre bin ich jetzt alt, dreizehn davon bin ich zur Schule gegangen. Das Ergebnis: Ich habe buchstäblich keine langfristigen Pläne für mein Leben. Den Names des Blogs habe ich aus diesem Grund auch von einem meiner liebsten Werke, meiner liebsten literarischen Epoche abgeleitet.
Das wesentliche aus dem Buch "Aus dem Leben eines Taugenichts":
Ein Müller schickt seinen Sohn, den er einen Taugenichts schimpft, weil der ihn die ganze Arbeit allein machen lässt, hinaus in die weite Welt. Froh nimmt der Sohn seine Geige und verlässt sein Dorf, ohne ein klares Ziel vor Augen zu haben.
Vielleicht ergeht es mir wie dem Taugenichts und ich finde mein Glück.
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